Das Wetter ist herrlich. Und David, Selah und ich brauchen mal Ferien. Darum haben wir seit Montag Sommerferien! Seit dem Umzug haben wir echte Ferien aufgespart, damit wir sie dann nehmen, wenn wir sie wirklich brauchen. Also jetzt. Herrlich bei diesem Wetter! David und Selah tun zwar täglich noch ein kleines bisschen für die Schule, damit sie ihren Basislernstoff nicht verlieren. Und das führt sogar zu einer fantastisch besseren Qualität: sie machen jetzt alles besonders gut. So sollten wir das nicht erleben, was viele Lehrer beklagen: dass die Schüler nach den Ferien soooo viel in den Sommerferien vergessen haben und sie beinahe wieder von vorne beginnen können. Home-School-Mütter kennen das natürlich auch, und so habe ich gehört, dass es gut ist, ein kleines bisschen auch in der Ferienzeit “dran” zu bleiben. Wir geniessen also eine entspannte Schulzeit und viel Zeit in der Sonne (im Garten). BabybauchWer gerne letzte Infos zu meiner Schwangerschaft lesen möchte, kann hier weiterlesen.

Kolossal schwanger

Noch ein bisschen Geduld, denn der erste Pfingsttag und die Geburt unseres Babies ist bald. Wir freuen uns total!! Ich blicke jetzt auf eine “kolossale Schwangerschaft” zurück. Eine, die ich echt nicht übersehen oder ignorieren konnte. Es begann damit, dass ich keinen Schwangerschaftstest nötig hatte. Oder besser gesagt: ich wollte keinen machen, weil lieber eine innere Gewissheit wachsen sollte als dass ich durch den Test von jetzt auf gleich vor neuen Fakten stand. Und diese Gewissheit hatte ich schnell genug. Mit neun Wochen fühlte ich das Baby bereits täglich! Das war wunderbar.
Ich stand jedoch auch vor der Frage, ob ich nicht sogar Zwillinge in meinem Bauch hätte. Ein Ultraschall brachte dann Klarheit. In den ersten Monaten war mir mehr übel als bei den vorigen Schwangerschaften. Zum Glück blieb es aber meistens beim Gefühl. Danach war es eine eher emotional schwere Zeit. Umzug, Emigration, Hausunterricht beginnen, viele neue soziale Kontakte und entsprechend mehr schaffen wollen: das war eine krause Kombination mit einem Körper, der lieber mehr Ruhe haben wollte und Emotionen, die einfach durchdrehen wollten. Aber kein einziges Mal hatte ich Probleme mit meinem Rücken, Becken, Hüfte, Vorwehen, hartem Bauch, Krankheit oder irgendetwas! Mir war nicht schwindelig – was ich bei den vorigen Schwangerschaften hatte – wohl auch wegen guten Eisenwerten und perfektem Blutdruck. Nur gegen Ende kamen erneut zwei Beschwerden: brennende Magensäure (meistens im Bett) und Beine, die nicht mehr stehen oder gehen wollten. Später las ich, daß die Magensäure ein Zeichen für eine starke Gebärmutter ist, die gegen zu frühe Wehen schützt. Die Beschwerden in den Beinen kamen vor allem durch hohe Wassereinlagerung. Nach etlichen Wochen kam ich dahinter, dass es dadurch kommen konnte, weil ich versuchte, wenig zu essen und nicht so viel zuzunehmen. Zu wenig Kalorien, Proteine oder Salz setzen in der Schwangerschaft Prozesse in Gang, wodurch das Wasser im Körper an die falschen Orte gelagert werden. Daraus habe ich gelernt. Beim nächsten Mal wird mein Ziel nicht sein, schlank zu bleiben, sondern so gesund wie möglich zu bleiben. Trotzdem ist das Rumlaufen wie eine Tonne mit einem riesigen Bauch schon lustig und ein gesundes Baby ist das allemal wert :).