Es geht uns wirklich gut. Wir müssen uns wohl stark umstellen – zumindest musste ich das.

Die Kinder fühlten sich sofort in Frankreich zu Hause. Martin und Pia waren beschäftigt mit der neuen Stelle und der Bibelschule; dort fahren sie fast jeden Werktag hin.

In den ersten Wochen mußte ich jeden Tag warten, wann sie nach Hause kamen, denn es gab noch keinen Rythmus oder Regelmässigkeit – egal auf welchem Gebiet. ja, das hatte ich erwartet, aber es fiel mir trotzdem nicht leicht. Super, dass diese Dinge alle ihren Platz gefunden haben, bevor ich ein neugeborenens Baby in meinen Armen habe. Jetzt ist es lebbar und gemütlich geworden.

Das Dorf ist ein typisches Dorf in Frankreich, wo du nur in den Ferien hinfährst. Es fühlt sich noch etwas fremd an. Aber es ist sehr schön (die Wälder, die Hügel und das Wasser ) und  (die Häuser und die meisten Gärten). en kaal.

Die meisten Nachbarn sprechen ein Platt-deutsch, was ich zum größten Teil verstehen kann. Meine Vermutung, daß wir selbst und die Kinder deshalb wahrscheinlich nicht so viel französisch lernen werden, kann durchaus eintreffen. Martin kann sich zum Glück durchaus auf ein bisschen französisch verständlich machen (mit Händen und Füssen).

Unsere Schulwochen laufen sehr gut. Wir haben mit Büchern begonnen, die wie schon hatten. David machte die Eingangstests, um zu sehen, auf welchem Niveau wir die neuen englischen Arbeitshefte beginnen sollten. Zu unserer Überraschung waren das die hefte der vierten Klasse! In diesem Niveau ist er jetzt erfreulich gut dabei, und das in sechs Schulwochen. Er ist jetzt ein halbes Jahr seinem deutschen Unterricht voraus. Wir sind stolz auf ihn! Ich bin mir wohl bewußt, daß er – was Literatur und Rechtschreibung betrifft – in der zweiten Klasse ist (er muß immer mehr eigene Texte schreiben). Da gehen wir jetzt etwas schneller durch. Inzwischen ist Davids englische Rechtschreibung besser als die deutsche!

Pia und Rosa Lynn haben inzwischen Geburtstag gehabt. In den vergangenen Wochenenden haben wir gemütlich ihre Feiern gehabt – Rosas fünften Geburtstag mit Oma und Opa aus den Niederlanden. Jetzt hofft sie, daß sie eine Woche mit nach Holland übernachten kommen kann – wie letztlich Selah. Da waren Oma und Opa hier und zufällig musste Martin eine Woche später zu seiner Mutter, die dort in der Nähe wohnt. Diesmal haben wir es für Rosa auch möglich gemacht, weil Pia eine Woche später nach Düsseldorf wollte.

Selah hat ihr Leselernprogramm abgeschlossen! Hierin lernte sie 46 englische Klänge (von 26 Buchstaben) und war damit zwei Monate länger dran als die meisten englischen Kinder. Jetzt nimmt sie echte Schulbücher durch. Sie haben denselben Aufbau wie Davids Bücher. Sie liest englische Geschichten und lernt buchstabieren. Mit ihrem dritten Buch – rechnene – ist sie schon in der zweiten Klasse und wir lassen es jetzt etwas langsamer angehen.

Mit Rosa Lynn habe ich ein Kindergartenprogramm angefangen, das ich aus Büchern und Dingen aus demselben Lernmaterial zusammengestellt habe. Damit bereite ich sie auf Englisch lernen vor und achgte darauf, daß David und Selah relvante Teile davon mitbekommen. Darüberhinaus beschäftigt sich Rosa mit Rechnen (sie mag Vorschul-Sudoku) und hat viel Freude am Lernen.

Diesmal gab es ein langes Update, weil die meisten von euch beinahe vier Monate nichts von uns gehört haben. Fast bis Ende Februar hatten wir kein Telefon bzw. Internet! Danach musste Martin dann ran mit der Gestaltung dieser Webseite, wofür er noch alles kennenlernen und aussuchen musste. Ab jetzt sollte ich hoffentlich einen zwei-vierwöchentlichen Rythmus einhalten können, einmal über unsere Familie und einmal über Öle.